USA : Reporter ohne Grenzen empört über gewalttätige Ausschreitungen gegenüber JournalistInnen in Charlottesville

charlottesvilleReporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt die gewalttätigen Angriffe gegen JournalistInnen während der Berichterstattung über die „Unite the Right“-Demonstration und protestiert folgendes Wochenende in Virginia. Während der Veranstaltung sind mindestens vier JournalistInnen ins Gesicht sowie mit Schlagstöckern geschlagen worden und mit Urin bespritzt worden.

„Dass Berichterstattung zunehmend auch in westlichen Staaten wie der USA durch Gewalt behindert wird, ist schon ein starkes Stück. Gerade Journalistinnen und Journalisten sollten sich während der Berichterstattung bei Demonstrationen eigentlich sicher fühlen können“, mahnt Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen Österreich. Weiterlesen

China: Vier Jahre Gefängnis für Blogger wegen Berichterstattung über Proteste

lu_yuyuReporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt den Kampf der chinesischen Regierung gegen Bürgerrechtsjournalisten und Blogger. Das jüngste Opfer des Regimes ist Lu Yuyu, Preisträger des 2016 verliehenen ROG-TV5 Monde Press Freedom Prize.

Lu wurde letzte Woche wegen eines Blogs über wachsende soziale Unruhen in China mit vier Jahren Freiheitsentzug bestraft.

Ein Gericht in Dali in der südwestlichen Provinz Yunnan verhängte die Strafe am 3. August. Die Begründung: Lu habe „Streit provoziert und für Unruhen gesorgt“, ein bewusst vage formulierter Vorwurf, den das Regime benutzt, um Kritiker mundtot zu machen.

„Die Unterstellungen des Gerichts sind völlig absurd. Schauprozesse wie diese müssen sofort eine Ende finden und die Beschuldigten freigesprochen werden“, sagt Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen Österreich. „Vielmehr müssten solch engagierte Menschen für ihr Verhalten belohnt werden.“ Weiterlesen

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Trauer um Malén Aznárez

Wir sind sehr traurig über den Tod einer großartigen Kollegin: Malén Aznárez, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Spanien, ist gestern nach langer Krankheit gestorben. Sie war eine ausgezeichnete Journalistin und eine starke Stimme für Presse- und Informationsfreiheit. Im Jahr 2008 wurde sie Vize-Präsidentin der spanischen Sektion von Reporter ohne Grenzen, drei Jahre später Präsidentin.

Neben ihrem unermüdlichen Einsatz für Medienfreiheit in Spanien setzte sich Malén auch sehr für die weltweite Zusammenarbeit innerhalb von Reporter ohne Grenzen ein.

„Malén war kompromisslos, wenn es um Pressefreiheit ging. Jeder, der sie kennenlernen durfte, schätzte ihre klare und verbindliche Art. Unser Beileid gilt ihrer Familie, Freundinnen und Freunden“, sagt Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich.

Maléns Einsatz wird uns fehlen.

OSZE-Medienfreiheitsbeauftragter ist nötiger denn je – Reporter ohne Grenzen begrüßt Ende der Vakanz

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Einigung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) auf einen neuen Medienfreiheitsbeauftragten. Am Dienstagmittag verstrich die Frist für Einwendungen der Mitgliedsstaaten gegen die Ernennung des Franzosen Harlem Désir zum neuen Beauftragten für Medienfreiheit.

„Es ist gut, dass die OSZE endlich den Posten des Beauftragten für Medienfreiheit nachbesetzt hat. Gerade jetzt bedarf es einer zügigen Nachbesetzung, um dem Vormarsch der Gegner der Pressefreiheit etwas entgegenzustellen – erst recht die OSZE muss hier klare Zeichen setzen“, betont Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen Österreich.

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Ungarn: Antisemitische Wahlwerbung gegen Soros

Es ist unglaublich und zutiefst erschreckend, was derzeit in Ungarn unter Ministerpräsident Victor Orban erlaubt ist, lanciert und propagiert zu werden: Antisemitismus in Reinkultur und entsprechende Agitation gegen Georg Soros.
Dies in einer Diktion,  die direkt an die Verhetzungen während des Hitler-Regime anknüpft. Wir fordern von allen österreichischen Politikern und Parteien, sich von Victor Orban zu distanzieren und auf Wahlkampfhilfe aus Budapest zu verzichten. 

I am writing to alert you to deeply troubling developments in the heart of the European Union, in Hungary.
It is urgent that you help spread the news about what is happening. Last week the Fidesz-led government launched a nationwide billboard and television advertising campaign reminiscent of Europe’s darkest hours.

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Polen: Dringender Appell für die Pressefreiheit

Reporter ohne Grenzen ist empört über das Vorgehen der polnischen Regierung gegen den Journalisten Tomasz Piątek, der die dubiosen Machenschaften der amtierenden Regierung und ihrer Kabinettsmitglieder offenbart und in der Folge starker staatlicher Repression ausgesetzt ist.

„Es ist skandalös, wenn JournalistInnen auf vorbildliche Weise ihren Job ausüben und dafür ausgerechnet von staatlicher Seite kritisiert und sogar strafrechtlich verfolgt werden. Reporter ohne Grenzen verlangt das sofortige Einstellen der Ermittlungen, um der Presse und vor allem auch dem Autoren Piątek die Arbeit zu ermöglichen“, fordert Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen Österreich. Weiterlesen

Zwei irakische Journalisten in der Nähe Mossuls getötet

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Die beiden Journalisten (v.l.) Soudad Al-Douri und Harb Hazza Al-Doulaimi

Reporter ohne Grenzen bedauert den Tod zweier irakischer Journalisten durch den sog. Islamischen Staat (IS) in der Region Mossul während ihrer Begleitung nationaler Streitkräfte. Der Korrespondent Harb Hazza Al-Doulaimi und der Kameramann Soudad Al-Douri, die beide für den irakischen Fernsehsender Hona Salaheddin arbeiteten, wurden während Drehaufnahmen getötet, als sie am 7. Juli in Begleitung des staatlichen Militärs den Kampf zwischen diesem und den Dschihadisten des IS in Imam Gharbi, einem Dorf 60 km südlich von Mossul, filmen wollten.

Zwei weitere Journalisten wurden verletzt, eine unbekannte Anzahl an Personen der Zivilbevölkerung wurde beim Versuch der irakischen Streitkräfte, das Dorf wieder einzunehmen, auch verletzt oder getötet. Weiterlesen